Seit über einem Jahr wird über einen Nachfolger von Nintendos Heimkonsole Wii U spekuliert. Zahlreiche Leaks, die sich später oft als plumpe Fälschungen entpuppten, sorgten im Vorfeld für Wirbel im Netz und hielten die Diskussion um die damals unter dem Codenamen „NX“ bekannte Konsole über Monate hinweg aufrecht. Nun hat das Rätselraten ein Ende: Auf einer Pressekonferenz stellte das japanische Unternehmen die Nintendo Switch vor.

In vielerlei Hinsicht ist die Switch eine konsequente Weiterentwicklung dessen, was die Wii U eigentlich werden sollte: Schon die Wii U verstand sich als duales System, bestehend aus einer stationären an den Fernseher angeschlossenen Konsole und einem Gamepad mit integriertem Bildschirm, wobei das Gamepad eigentlich für nicht viel mehr als der Steuerung des Geschehens auf dem Fernseher angedacht war, wobei allerdings einige Spielinhalte (beispielsweise das Inventar in einem Rollenspiel) der Übersichtlichkeit halber auf den Bildschirm des Gamepads übertragen werden konnten. Die Switch  geht allerdings noch einen radikalen Schritt weiter: Das Gamepad der neuen Konsole versteht sich als eigenständiger Handheld.

Während man seine Konsole an den Fernseher angeschlossen hat, verweilt das Gamepad, das man eigentlich eher als Tablet bezeichnen kann, in der stationären Konsole. Mittels eines handelsüblichen Controllers lassen sich Spieler auf dem Fernseher zocken. Will man nun das Spiel unterwegs fortsetzen, lassen sich die Steuerelemente aus dem Controller heraustrennen und am Tablet befestigen. So entsteht eine vollwertige Konsole für den Gebrauch unterwegs.

In Sachen Speichermedien geht Nintendo wieder „back to the roots“. Statt DVDs oder Blu-Rays kommen bei der Switch wieder klassische Spielmodule, beziehungsweise (auf englisch) Cartridges  zum Einsatz, welche den schnellen Wechsel von stationärer zu portabler Konsole ermöglichen. Zum Start der Konsole scheint Nintendo Spiele wie TES: Skyrim, The Legend of Zelda: Breath of the Wild, sowie Splatoon und NBA 2K vorgesehen zu haben. Hinsichtlich des Preises und Erscheinungsdatums hält man sich bei Nintendo bedeckt. Auch Details zur verbauten Hardware gab das Unternehmen nicht bekannt. Weitere Informationen sollen in den nächsten Wochen folgen.