Für knappe 400 US-Dollar ist die Hightech-Saftpresse Juicero des gleichnamigen StartUps verfügbar.  Mithilfe von Saftpackungen, exklusiv für den Juicero, können gesunde, frische Säfte gepresst werden – so das Unternehmen. Doch scheinbar lassen sich die Saftpackungen auch ganz ohne den Juicero auspressen – Muskelkraft genügte in einem Test von bloomberg – mit annähernd gleichem Ergebnis.

In einem Video zeigt bloomberg, dass sich die Saftpackungen, welche auch im Abomodell bei Juicero erworben werden können, auch einfach per Hand ausgepresst werden können. Der Test ergab: Das Auspressen per Hand ergab nur minimal weniger Saft in kürzerer bis gleicher Zeit.

Juicero vs. Handarbeit. Q: https://www.bloomberg.com/news/features/2017-04-19/silicon-valley-s-400-juicer-may-be-feeling-the-squeeze

Juicero selber wollte laut bloomberg keine Stellungsnahme abgeben, eine Unternehmensnahe Person sagte angeblich jedoch:

„Juicero is aware the packs can be squeezed by hand but that most people would prefer to use the machine because the process is more consistent and less messy. The device also reads a QR code printed on the back of each produce pack and checks the source against an online database to ensure the contents haven’t expired or been recalled, the person said. The expiration date is also printed on the pack.“

Kurzgefasst bedeutet dies: Das Unternehmen ist sich bewusst, dass sich die Saftpakete auch per Hand auspressen lassen, die meisten Leute würden jedoch eine Maschine bevorzugen, da diese die Arbeit gleichmäßiger und sauberer durchführen würde. Außerdem kann die Maschine durch einen aufgedruckten QR-Code das Haltbarkeitsdatum überprüfen und einen eventuellen Rückruf erkennen.

Einige bedeutende Investoren hatten in das StartUp investiert und waren überrascht, als sie herausfanden, dass die 400 US-Dollar teure Maschine nicht zwangsläufig notwendig wäre. Gerade die biologischen und lokal hergestellten Saftpakete waren mutmaßlich ein wichtiger Investitionsgrund.