Jeder kennt das klassische MMORPG/RPG: Spielcharakter erstellen, Leveln, für Quests auf einer riesigen Karte herum rennen und Monster kloppen. Bei der Masse an MMORPG bzw. RPG spielen ist es schwer, ein zumindest teilweise neues Spielkonzept zu entwickelt. Gameforge hat diesen Versuch mit Soulworker aber dennoch gewagt.

Das südkoreanische Spiel im Anime Style ist kein klassisches RPG. Es spielt in einer postapokalyptischen Welt: Die vier Hauptpersonen Haru, Erwin, Lilly und Stella, welche als einzige das „Void Gate“, in welches viele Menschen gezogen wurden, überlebt haben, sind die einzigen die die Welt noch retten können. Sie wurden zu „Soulworker“ und haben spezielle Kräfte erhalten, um ihre Aufgabe zu erfüllen.

Spielprinzip

In Soulworker kämpft ihr euch von Dungeon zu Dungeon vor. Entweder alleine, oder aber im Koop-Modus mit bis zu 3 anderen Spielern. Schritt für Schritt bekämpft ihr die Monster des Dungeons, der in verschiedenen Schwierigkeitsgraden spielbar ist, um am Ende zum Endgegner zu gelangen. In den insgesamt vier Städten gibt es neben den Dungeons aber auch Quests, NPCs und einen Basar, bei dem ihr eure Items verkaufen könnt. 

 

Wenn ihr in eine andere Stadt reisen wollt, müsst ihr durch eine große PVP Area, in der ihr sowohl von anderen Online-Mitspieler als auch von etlichen Monstern bedroht werden könnt. Wem das, gerade als Anfänger, zu gefährlich wirkt, der kann für einen kleinen Betrag Ingame Währung auch den Helikopter benutzen. 

Charaktere

Wie oben erwähnt, gibt es vier verschiedene Charaktere. Zwischen diesen müsst ihr euch dann vor Beginn eurer Reise entscheiden. Die Charaktere unterscheiden sich im Gegensatz zu vielen „klassischen“ RPGs jedoch nicht durch unterschiedliche Klassen, sondern nur durch das Aussehen, der „Grundstimmung“ und den Emotes. Stella beispielsweise wird von zwei Dämonen begleitet. Wenn sie nun das fröhliche Emote benutzt, sieht man zwei Dämonenhände über ihrem Kopf, die klatschen. 

Durch verschiedene Waffen verändern sich auch die Fähigkeiten, welche sich übrigens in „Combos“ vereinen lassen können. So könnt ihr genau planen, welche Fähigkeit ihr wann einsetzen wollt.

Soulworker besitzt dennoch die üblichen Methoden die Charaktere anzupassen: Die Ausrüstung kann angepasst werden, Skillpunkte verteilt und der Charakter aufgelevelt werden. 

Fazit

Soulworker zeichnet sich durch eine frische Idee in wirklich schicker Grafik aus. Schade ist jedoch, dass das Potential des Spiels nicht komplett ausgeschöpft wurde. Zumindest auf den ersten Blick wirkt das Spiel mit nur vier Städten, keinem „freien Feld“ und einer PVP-Area etwas „klein“. Es bleibt die Frage, ob es für die meisten nicht relativ langweilig werden könnte, andauernd „nur“ Dungeons zu räumen und durch die PvP Area zu laufen. Ich fände es schöner, wenn die Dungeons nicht direkt in den Städten, sondern auf einer mehr oder weniger großen Karte platziert wären.

Ich persönlich denke, dass es entscheidend ist, wie Soulworker die eigene Storyidee ausbaut und nutzt. Wir haben nur kurz einen Ausschnitt aus Soulworker gespielt und können den „Ausbau der Story“ somit (noch) nicht beurteilen.

Free to Play

Soulworker ist ein Free to Play Titel, der in Japan bereits seit längerer Zeit auf dem Markt ist. Bald könnt ihr auch hier in Europa Soulworker ausprobieren und euch eine eigene Meinung bilden. Und wer weiß, vielleicht sind die oben genannten Mängel bis dahin bereits verschwunden. Ende 2017 startet die Open Beta, Informationen hierzu sollten in kürze auf soulworker.gameforge.com erscheinen.

Screenshots & Trailer

 

Quelle: Press Kit von Gameforge (vielen Dank dafür)